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Ziele und Aufgaben des gemeinnützigen Vereins Kinder- und Jugendarbeit Tuniberg e.V.

Präambel

Geleitet von dem Ziel, kinder- und familienfreundliche Lebensbedingungen in den Stadtteilen Waltershofen, Opfingen, Tiengen und Munzingen zu erhalten, verstehen es beide Parteien als gemeinsame Aufgabe, im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes die Einrichtungen und Angebote Offener Kinder- und Jugendarbeit in diesen Stadtteilen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit bedarfsgerecht zu entwickeln und zu gestalten, um so junge Menschen zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen.

Unterstützt durch die Stadt Freiburg im Breisgau soll so Jugendarbeit in bürgerschaftlicher Verantwortung durch den Verein „Kinder- und Jugendarbeit Tuniberg e. V.“ zum Wohle der Ortschaften getragen werden.

(aus der Vereinbarung zwischen der Stadt Freiburg und dem Verein Kinder- und Jugendarbeit Tuniberg e.V.)

Aufgaben des Vereins

  1. Der Verein unterhält und betreibt für die Tuniberggemeinden Freiburg-Waltershofen, -Opfingen, -Tiengen und -Munzingen auf der Grundlage des Kinder- und Jugendhilfegesetzes Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden damit vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, der Bildung und Kommunikation angeboten.
  2. Ein wesentliches Ziel aller pädagogischen Bemühungen ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen. Die Angebote sollen an der Lebenswelt und den Interessen der jungen Menschen anknüpfen, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zur gesellschaftlichen Mitverantwortung und sozialem, kulturellem und politischem Engagement anregen. Die Einrichtungen erfüllen gleichermaßen prophylaktische soziale Funktionen wie Bildungs- und Freizeitfunktionen.

(aus der Satzung)

Den vollständigen Text der Satzung erhalten Sie hier (PDF-Format).

Der Verein ist gemeinnützig, die Vereinsvorstände sind ehrenamtlich tätig.

Ziele, Gewährleistungen und Mindestanforderungen
(verabschiedet vom QE-Kreis Freiburger Jugendfreizeitstätten, Dezember 2001)

Ziele der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg

Die nachfolgenden für die Offene Kinder- und Jugendarbeit formulierten Ziele sind aus der Sicht der Praxis verfasst und enthalten fachliche und jugendpolitische Dimensionen. Grundlegend für alle Zielsetzungen ist eine Sozialraum und Zielgruppen orientierte Arbeit, die Kindern und Jugendlichen Räume zur selbständigen Aneignung und Gestaltung anbietet. Dabei ist zu beachten, dass Kinder und Jugendliche immer Mädchen und Jungen sind.

Mit der Reihenfolge der Punkte ist keine Rangfolge verbunden.

    1. Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein kinder- und jugenddominierter Ort in der Gesellschaft und gibt Impulse zur Lebensgestaltung.
    2. Offene Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht und fördert aktive Beteiligung.
    3. Offene Kinder- und Jugendarbeit vermittelt alltagsnah die Werte einer demokratischen Gesellschaft und bietet Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit diesen.
    4. Offene Kinder- und Jugendarbeit entwickelt und fördert Eigenverantwortung und gesellschaftliche Mitverantwortung.
    5. Offene Kinder- und Jugendarbeit mischt sich im Interesse von Kindern und Jugendlichen in die Gestaltung der Gesellschaft ein.
    6. Offene Kinder- und Jugendarbeit vermittelt als eigenständige Bildungsinstanz soziale und kulturelle Schlüsselqualifikationen.
    7. Offene Kinder- und Jugendarbeit als niederschwelliges Angebot ist bedürfnisorientiert und wirkt kompensatorisch.
    8. Offene Kinder- und Jugendarbeit berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen und Lebenslagen von Jungen und Mädchen und arbeitet geschlechterdifferenziert.
    9. Offene Kinder- und Jugendarbeit fördert ein positives Lebensgefühl.

Gewährleistungen und Mindestanforderungen

Die Freiburger Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit garantieren die im folgenden beschriebenen Leistungen. Die Definition der Einrichtungs-, Programm- und Maßnahmenqualität beruht auf langjährigen Erfahrungswerten vieler Freiburger Einrichtungen. Dabei drückt sich die Qualität der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Einrichtungen unterschiedlich aus und ist abhängig von verschiedenen, vor allem sozialräumlichen und finanziellen Faktoren. Viele Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit haben ihre spezielle Struktur, ihre eigenen Spielräume und Schwerpunkte.

Die aktuelle Qualität der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Einrichtungen wird durch Indikatoren ermittelt. Diese Indikatoren werden auf der Basis der Gewährleistungspunkte erstellt und auf die Spezifika der jeweiligen Einrichtung ausgerichtet.

Mit der Reihenfolge der Punkte werden keine Prioritäten gesetzt.

Gewährleistungspunkt 1

      Offene Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg stellt junge Menschen in den Mittelpunkt ihres Angebots, indem sie ihnen Möglichkeiten zur Verwirklichung ihrer Interessen und Bedürfnisse bietet und sich für ihre Belange engagiert.

Mindestanforderungen
    1. Die Mitarbeiter/innen der Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen entwickeln mit den Besucher/innen Angebote. Diese orientieren sich an den Interessen der Kinder und Jugendlichen: Der offene Treff ist das Kernangebot.
    2. Die Angebote richten sich an den altersspezifischen, geschlechtsspezifischen und soziokulturellen Interessens- und Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen aus.
    3. Die Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen bieten ihren Besucher- /innen in Krisensituationen und bei Problemlagen Hilfestellungen und vermitteln sie weiter.

Gewährleistungspunkt 2

    Offene Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg orientiert sich an den sozialräumlichen Gegebenheiten und ist unverzichtbarer Bestandteil der Infrastruktur.

Mindestanforderungen
  1. Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wohnortnah besuchen zu können.
  2. Den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen die notwendigen finanziellen Mittel kontinuierlich zur Verfügung.
  3. Bestandteile Offener Kinder- und Jugendarbeit sind die Orientierung am Sozialraum, die Kooperation und Vernetzung mit Familien, sowie den örtlichen Initiativen, Vereinen und Institutionen.
  4. Offene Kinder- und Jugendarbeit mischt sich im Interesse von Kindern und Jugendlichen in politische Entscheidungen ein.
  5. Offene Kinder- und Jugendarbeit setzt sich kontinuierlich mit der eigenen Bedeutung auseinander, stellt sie offensiv dar und beschreibt den Ressourcenbedarf.
  6. Konzept-, Qualitäts- und Personalentwicklung sind Teil der Arbeit.

Gewährleistungspunkt 3

Offene Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg gewährleistet für Kinder und Jugendliche einen verlässlichen Treffpunkt mit gestaltbaren Räumen und Inhalten und mit pädagogischen Fachkräften, die durch kontinuierliche Arbeit tragfähige Beziehungen ermöglicht.

Mindestanforderungen
  1. Als Fachkraft wird eine Person angesehen, die in der Regel ein abgeschlossenes Studium im Bereich der Sozialen Arbeit / Pädagogik oder eine vergleichbare Qualifikation vorweisen kann.
  2. Eine Offene Kinder- und Jugendeinrichtung, die kontinuierliche Offene Kinder- und Jugendarbeit gewährleistet, hat mindestens zwei Planstellen je 100%. Diese sind mindestens von einer Frau und einem Mann besetzt, dabei bleibt die Stellenaufteilung der Einrichtung und ihren spezifischen Gegebenheiten überlassen.
  3. Die Offene Kinder- und Jugendeinrichtung gewährleistet flexibel die Zugangsmöglichkeit zu Angeboten des Hauses an fünf Tagen in der Woche für unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Formen. Der Schwerpunkt liegt auf offenen Treffs.
  4. Die Offene Kinder- und Jugendeinrichtung gewährleistet unterschiedliche, gestaltbare Räume mit einem flexiblen Raumkonzept in ausreichender Anzahl, Zuschnitt und Ausstattung. Das Konzept umfasst folgende Räume: einen offenen Bereich, zielgruppen-/themenspezifische Innen- und Außenräume, Küchenbereich, Büro und Lagerraum.
 
Verantwortlich für den Inhalt:
Johannes Fiedler
E-Mail:  webmaster@kjat.de 
Stand: 18.03.2009