Gesetze Verträge Statistik Geschichte Ressourcen

Home
Nach oben

Vertragliche Grundlagen / Gemeinderatsbeschlüsse

Zu den Grundlagen unserer Arbeit gehören auch Verträge sowie Vorgaben des Gemeinderates der Stadt Freiburg und der Verwaltung.

Zu den wichtigsten Elementen aus diesem Bereich zählen:

Die Betriebsträgervereinbarung zwischen der Stadt Freiburg und dem Verein Kinder- und Jugendarbeit Tuniberg e.V.
Die Präambel diese Vertrages lautet:

„Geleitet von dem Ziel, kinder- und familienfreundliche Lebensbedingungen in den Stadtteilen Waltershofen, Opfingen, Tiengen und Munzingen zu erhalten, verstehen es beide Parteien als gemeinsame Aufgabe, im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes die Einrichtungen und Angebote Offener Kinder- und Jugendarbeit in diesen Stadtteilen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit bedarfsgerecht zu entwickeln und zu gestalten, um so junge Menschen zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen.
Unterstützt durch die Stadt Freiburg im Breisgau soll so Jugendarbeit in bürgerschaftlicher Verantwortung durch den Verein „Kinder- und Jugendarbeit Tuniberg e. V.“ zum Wohle der Ortschaften getragen werden.“

Die Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Freiburg und dem Verein Kinder- und Jugendarbeit Tuniberg e.V., die die Nutzung städtischer Gebäude, Grundstücke und die Übernahme städtischen Inventars regelt.
Die Präambel lautet:

„Die Stadt überträgt dem Träger durch Abschluss einer entsprechenden Betriebsträgervereinbarung die bisher in städtischer Regie betriebenen Begegnungsstätten für Kinder und Jugendliche in den Ortschaften Waltershofen, Tiengen, Munzingen und Opfingen. Für die hierfür zur Verfügung stehenden städtischen Räumlichkeiten in den Ortschaften Waltershofen, Tiengen und Munzingen wird mit dem Träger nachstehende Nutzungsvereinbarung abgeschlossen. Für das Kinder- und Jugendhaus im Ortsteil Opfingen wird separat zu diesem Vertrag ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen.“

Der Beschluss des Jugendhilfeausschusses (Drucksache JHA 98011) vom 03.12.1998, der die Weichen für die Übergabe der Trägerschaft durch die Stadt Freiburg an den Verein stellt.
Ein Auszug: 

„4. Räume und konzipierte Angebotsstruktur

Der Konzeption der Angebotsstruktur liegen die folgenden Leitlinien zugrunde:
Eine starke Einbindung junger Menschen in das Gemeinwesen fördert die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Daher sind Angebote der Jugendarbeit in allen vier Ortsteilen anzustreben.
Kinder sind weniger mobil und bedürfen in höherem Maße sozialem Schutz. Daher sind Angebote in diesem Alterssegment ebenfalls hauptsächlich dezentral zu organisieren.
Offene Angebote stellen besondere Anforderungen an die Eignung der Räumlichkeiten und die Qualität der Betreuung. Sie sollen daher wesentlich vom hauptamtlichen pädagogischen Personal begleitet werden und im Kinder- und Jugendhaus Opfingen und dem Kinder- und Jugendtreff Waltershofen organisiert werden.
Der Betrieb der Einrichtungen in vier Stadtteilen mit 3,5 Personalstellen erfordert den Einsatz freier Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter. Dabei ist es auch Aufgabe der hauptamtlichen Sozialpädagoginnen bzw. pädagogen, die Arbeit dieser Kräfte zu koordinieren und zu begleiten.
Der Ermittlung von Bedarfen werden die demographischen und soziographischen Daten einerseits sowie der Deckungsgrad durch vorhandene Angebote von Verbänden, Gruppen und Vereinen andererseits zugrunde gelegt.

Hieraus ergibt sich folgende Grundstruktur des Angebotes der Einrichtungen:

Kinder- und Jugendtreff Waltershofen:

Das derzeitige pädagogische Angebot der Einrichtung, bestehend aus "Offenem-Tür-Betrieb" für Kinder und Jugendliche, Gruppen- und Clubangeboten sowie Veranstaltungen und Aktionen bleibt bestehen. Die Bauunterhaltung der Räumlichkeiten in dem städtischen Gebäude (Alte Radsporthalle) obliegt weiterhin dem Hochbauamt der Stadt Freiburg.

Kinder- und Jugendhaus Opfingen:

Mit der Fertigstellung weiterer Räume in den kommenden Monaten werden hier ebenfalls offene Angebote für Kinder und Jugendliche, Gruppenangebote sowie Veranstaltungen und Aktionen stattfinden. Darüber hinaus sollen die Ressourcen des Hauses den Jugendverbänden und -gruppen vor Ort zur Nutzung zur Verfügung stehen.

Kindertreff und Teenyclub Tiengen:

In Tiengen stehen Räumlichkeiten zur Nutzung im Tuniberghaus (Bürgerhaus) zur Verfügung. Da diese jedoch bedingt durch die übrige Nutzung des Hauses eingeschränkt ist, finden hier lediglich Angebote für Kinder sowie Angebote in Clubform statt.

Jugendclub Munzingen:

Ähnlich zur Situation in Tiengen werden hier Räumlichkeiten in der Schloßbuckhalle genutzt. Auch hier beschränkt sich die Nutzung bislang auf ein halboffenes Angebot (Club).

...

Bewertung

Jugendarbeit soll an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von Ihnen mitgestaltet werden. Die Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit müssen sich deshalb immer aus der konkreten lokalen Situation heraus entwickeln und verändern.

Wichtig ist deshalb eine breite Verankerung und große Akzeptanz der Einrichtungen in den jeweiligen Stadtteilen. Die organisatorische Zusammenfassung der Begegnungsstätten am Tuniberg sowie die Übertragung der Betriebsträgerschaft an einen lokalen Trägerverein bietet vor diesem Hintergrund bestmögliche Voraussetzungen zur Entwicklung der dortigen Kinder- und Jugendarbeit.

Das damit verbundene hohe Maß an jugendlichem und bürgerschaftlichem Engagement ist beispielhaft und verdient außerordentliche Anerkennung.“

Der Beschluss des Gemeinderates (Drucksache G 99140) vom 27.07.1999,

der die Übergabe definitiv beschließt sowie finanzielle und andere Rahmenbedingungen festlegt. Auch hier ein Auszug:

Bewertung der Verwaltung

Die Zusammenfassung der verschiedenen Einrichtungen in einem Trägerverein bietet die Möglichkeit, die offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen noch intensiver an die jeweiligen Stadtteile anzubinden, mehr Mitsprache zu ermöglichen und bürgerschaftlichem Engagement eine organisatorische Basis zu sichern. Die Übergabe der Verantwortung für die Kinder- und Jugendbegegnungsstätten an einen ortsansässigen Verein ermöglicht, neue Entwicklungen und veränderte Bedarfslagen frühzeitig unter Einbeziehung der interessierten jungen Menschen aufzugreifen und zu gestalten. Darüber hinaus wird das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern gestärkt, indem sie sich an der fortlaufenden Konzeptionsbildung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in ihrem Ortsteil beteiligen und für die gesamte Arbeit Verantwortung mittragen können.“
 
Verantwortlich für den Inhalt:
Johannes Fiedler
E-Mail:  webmaster@kjat.de 
Stand: 18.03.2009